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Kaufberatung Leuchtmittel

 

Licht im Dunkel

Zu den LeuchtmittelnLicht ins Dunkel bringen will der Mensch seit den Zeiten von Fackel und Kienspan. Statt Feuer benutzt man heute Elektrizität zur Beleuchtung. Seit den 1840er Jahren gibt es die Glühlampe. Seitdem mußte man sich nur entscheiden, wie hell diese brennen soll, also wie viel Watt sie haben muss, welche Form nötig ist und welche Fassung sie braucht. So leicht ist es inzwischen nicht mehr. Glühbirnen sind dabei, vom Markt zu verschwinden.

Heute müssen Sie sich entscheiden, welchen Ersatz Sie wählen. Eine Option ist schon seit Längerem eine Energiesparlampe. Doch auch hier gibt es entscheidende Unterschiede, die Sie vor dem Kauf kennen sollten.

Daneben gibt es  Halogenlampen. Sie stecken vor allem in Spots, sind jedoch auch in Kolben eingebaut, sodass sie sich in jedes Gewinde, in das auch Glühbirnen passen, einsetzen lassen.

Eine weitere Alternative sind LED-Lampen, also Lampen auf Basis von Leuchtdioden. Sie haben inzwischen einen riesigen Entwicklungsschritt nach vorne gemacht. Die Energieeffizienz und Lichtqualität nimmt von Jahr zu Jahr zu, was LEDs zur Beleuchtungstechnik der Zukunft macht.

Damit Sie die beste Kaufentscheidung für Ihre Bedürfnisse treffen können und gleichzeitig Energiekosten sparen, erklären wir in den folgenden Kapiteln dieser Kaufberatung, worauf Sie bei der Auswahl eines Leuchtmittels achten sollten.

Glühbirnenverbot

Zu den LeuchtmittelnDurch das Verbot wird ein Nachkauf normaler Glühlampen immer schwieriger. Grund für das Verbot war, dass eine einfache Glühbirne nur etwa fünf Prozent des verwendeten Stroms in sichtbares Licht umwandelt. Der Rest verpufft als Wärme. Die Lichtausbeute ist also relativ gering und liegt zwischen neun bis 14 Lumen (lm) pro Watt. (Mehr Informationen zur Lichtausbeute weiter unten im Kapitel „Leuchtkraft"). Andererseits erzeugt eine Glühlampe ein sehr angenehmes und physiologisch unbedenkliches Licht, und macht auch bei der Entsorgung keine Probleme, da nur etwas Glas und Metall anfallen.

Seit 2009 erfolgt der von der EU- Kommission beschlossene schrittweise Ausstieg aus energieintensiven Leuchtmitteln. Seit September 2012 dürfen keine herkömmlichen Glühbirnen mehr in den Handel gelangen. Weiterhin erlaubt sind aber stossfeste Glühlampen und solche für Spezialanwendungen, z. B. für Herde. Das Benutzen vorhandener Birnen ist selbstverständlich erlaubt. Benötigen Sie jedoch Ersatz, müssen Sie auf Alternativen ausweichen.

Ab September 2016 sollen Halogenlampen und andere Leuchtmittel, die zu den Energieeffizienzklassen C bis G zählen, ebenfalls auslaufen. Dann dürfen nur noch Leuchtmittel verkauft werden, die zu den Energieklassen A und B zählen und somit möglichst wenig Strom ungenutzt verpuffen lassen.

Halogen

Zu den LeuchtmittelnDoppelt so effektiv wie eine Glühbirne sind Halogenlampen. Sie nutzen etwa zehn Prozent des Stroms fürs Licht, während sie 90 Prozent in Wärme umwandeln. Damit erreichen auch sie nur die Energieklasse D. Die Lichtausbeute pro eingesetztem Watt beträgt etwa 20 Lumen. (s.u.)

Halogenlampen heissen so, weil Halogengase (z.B. Jodid, Bromid oder Xenon) im Kolben stecken, die die Lebenserwartung des Glühfadens gegenüber herkömmlichen Glühlampen verlängern, indem das Verdampfen des Wolfram- Glühfadens, und damit eine frühzeitige Kolbenschwärzung, hinausgezögert werden. Sie sind sehr kompakt und flach und haben eine hohe und konstante Lichtausbeute. Da Licht ist brilliant bei sehr guter Farbwiedergabe.

Die Lampen sind dimmbar und machen ein warmes Licht, das jedoch in der Regel etwas weißer ist als das von Glühlampen. (Mehr dazu im Kapitel „Farbtemperatur“.) Als Spot eingesetzt, haben sie einen härteren Schattenwurf. Angeleuchtete Farben wirken sehr natürlich. Standard-Halogenlampen halten zirka 2.000 Stunden und damit etwa doppelt so lange wie Glühbirnen.

Besonders energieeffiziente Halogenlampen mit Infrarotbeschichtung IRC- Lampen) sind noch einmal 30% effektiver als Normalausführungen. Eine spezielle Beschichtung des Lampenkolbens reflektiert die erzeugte Wärme zurück auf das Glühwendel, um dieses auf Betriebstemperatur zu halten. Dadurch halten sie bis zu 4000 Stunden, was bei durchschnittlicher Benutzung ertwa 4 Jahren entspricht.
Halogenlampen gibt es in unterschiedlichen Versionen, die entweder im Niedervolt- oder im Hochvoltbetrieb arbeiten.

Niedervoltversionen haben einen Arbeitsbereich von 12 oder 24 Volt. Um entsprechende Systeme am 230-Volt-Stromnetz zu betreiben, ist ein Spannungswandler (Transformator) nötig, der die Stromspannung transformiert. Dieser muss angeschaltet sein, damit die Lampen leuchten können und verbraucht zusätzlichen Strom (ca. 10% Eigenverbrauch).

Tipp: Kontrollieren Sie, ob der Trafo auch bei ausgeschaltetem Licht weiter Netzstrom verbraucht (zum Beispiel mit einem Energiekostenmessgerät). Das ist bei einigen Geräten leider der Fall, z.B. bei Steckertrafos.

Hochvolt- Halogenlampen werden direkt an 230V Netzspannung betrieben. Sie benötigen keinen Spannungswandler, haben aber einen höheren Stromverbrauch. Beim Einsatz in Flutern leidet die Energieeffizienz zusätzlich, weil die Beleuchtung indirekt erfolgt. Im Raum landet nur das Licht, das die Zimmerdecke reflektiert, dafür ist es aber idR. schatten- und blendfrei.

Energiesparlampen


Zu den LeuchtmittelnDeutlich energieeffizienter sind Energiesparlampen. Der korrekte Name ist Kompaktleuchtstofflampen. Dieser Typ verwendet Gas als Leuchtmittel, wie auch Leuchtstoffröhren. Sie sind von innen mit einem fluoreszierenden Leuchtstoff beschichtet. Bei angelegter Spannung emittiert das Gasgemisch ultraviolettes Licht, das an der Innenseite des Glaskolbens durch diese dort aufgebrachten Leuchtstoffe in sichtbares Licht umgewandelt wird.
Energiesparlampen wandeln etwa 50 Prozent des eingehenden Stroms in Licht um. Die Lichtausbeute ist zudem mit 60 Lumen pro Watt relativ hoch. Es gibt Modelle mit warmen Licht, ähnlich einer Glühbirne und solche, die ein kälteres, weißeres Licht machen.

Energiesparlampen sind deutlich teurer als Glühbirnen, halten aber sehr viel länger. Standardmodelle gehen in der Regel erst nach zirka sechs Jahren kaputt, wohingegen besonders langlebige Versionen (Longlife) sogar bis zu zwölf Jahre halten können. Diese Werte werden allerdings unter Idealbedingungen im Laborbetrieb ermittelt und sind daher nur bedingt aussagekräftig.

Schaltvorgänge

Einfluss auf die Lebensdauer hat nicht nur die mögliche Brenndauer, sondern vor allem auch, wie oft Sie eine Lampe ein- und ausschalten. In diesem Zusammenhang spricht man auch von Schaltfestigkeit. Sehr häufiges An- und Ausschalten kann die Lebensdauer einer Energiesparlampe deutlich verkürzen.

Großer Unterschied von Energiesparlampen zu Halogenlampen und Glühbirnen: Sie haben eine längere Einschaltzeit. Sie starten häufig leicht verzögert, ohne zu flackern, benötigen aber bis zu drei Minuten, bis sie die volle Leuchtkraft erreicht haben. Dieses langsame Aufhellen ist nötig, um die Elektroden zu schonen und diese behutsam aufzuwärmen. Das erhöht die Lebensdauer.

Im Außenbereich verlängert sich die Aufwärmzeit bei kalten Temperaturen mitunter dramatisch. Manche Lampen erreichen dort nie die volle Leuchtkraft. Tipp: Setzen Sie für Außenbeleuchtung auf spezielle Lampenversionen, die auf den Betrieb in kalten Umgebungen optimiert sind.

Dimmer

Normale Energiesparlampen vertragen sich nicht mit Dimmern. Es gibt jedoch speziell gekennzeichnete Versionen, die Sie herunterdimmen können.

Sehr vielen Energiesparlampen sehen Sie an, dass sie mit einer Leuchtstoffröhre verwandt sind. Denn der mehrfach gekrümmte Leuchtkörper liegt frei. Andere sehen einer klassischen Glühlampe sehr ähnlich. Auch darin befindet sich ein gekrümmter Leuchtkörper. Das äußere Schutzglas ist somit zusätzlich. Das hat sowohl Vor- als auch Nachteile.

Vorteil: Durch die schönere Kolbenform passt so eine Energiesparlampe besser zu Leuchten, bei denen die Birne sichtbar ist. Weiterer Vorteil: Der mit Gas und Quecksilber gefüllte Leuchtkörper ist besser gegen Beschädigung geschützt.

Nachteil allerdings: Das zweite Glas schluckt zusätzlich Licht, sodass die Leuchtkraft solch eines Typs geringer ist als bei einer gleich starken Energiesparlampe ohne Schutzglas. Zudem ist die Zeit bis zum Erreichen der vollen Helligkeit um bis zu dreimal länger. Tipp: Verwenden Sie deshalb in geschlossenen Leuchten besser stets stabförmige Energiesparlampen ohne Zusatzgehäuse.

Mit oder ohne Schutzglas sind die allermeisten Energiesparlampen größer als klassische Glühbirnen. Das liegt an der zusätzlichen Elektronik, wie beispielsweise dem Starter, die im Gehäuse Platz finden muss. Tipp: Wenn Sie in einer Lampe erstmalig eine Energiesparlampe verwenden möchten, kontrollieren Sie zuvor, ob darin etwas mehr Platz ist. Kalkulieren Sie mit etwa zehn Prozent mehr Bauhöhe oder suchen Sie gezielt nach einer Energiesparlampe mit besonders geringen Maßen.

Diffuse Lichtstreuung

Im Gegensatz zu Halogenlampen ist das Licht von Energiesparlampen diffus und wenig zielgerichtet. Zwar gibt es Spots mit Leuchtstofftechnik, mit denen sich Halogenspots austauschen lassen, doch ist die Lichtqualität damit deutlich schlechter. Grund: Das Licht einer Sparlampe ist schwer zu bündeln.

Achtung: Die Helligkeit von Energiesparlampen nimmt mit dem Alter ab. Das Auge nimmt diesen schleichenden Prozess nicht wahr. Der Unterschied fällt aber umgehend auf, wenn Sie eine alte Energiesparlampe gegen ein neues Modell mit identischen technischen Werten austauschen. Topmodelle verlieren unter zehn Prozent der Leuchtkraft, schlechte Lampen können über 30 Prozent einbüßen.

Wattangaben

Oft sind zwei unterschiedliche Wattzahlen angegeben. Die niedrigere beschreibt den tatsächlichen Verbrauch, die höhere zeigt an, welche Glühlampe ersetzt werden soll. Nicht selten sind die Hersteller mit der zweiten Angabe relativ großzügig und runden diese nach oben auf. Als Daumenregel ist es verlässlicher, den tatsächlichen Verbrauch mit vier zu multiplizieren.

Quecksilber und Sicherheit

Da Energiesparlampen Quecksilber enthalten, kann dieses bei Beschädigung der Lampe austreten und gesundheitsschädliche Dämpfe entwickeln. Daher sollten Sie keinen Staubsauger verwenden, wenn Sie die Reste einer kaputten Energiesparlampe beseitigen wollen. Dies würde die Dämpfe nur weiter im Raum verteilen. Nehmen Sie die Lampenreste besser mit einem feuchten Papiertuch auf und legen Sie beides in eine Plastiktüte, die Sie anschließend gut verschließen und als Sondermüll entsorgen. Danach sollten Sie den Raum etwa eine halbe Stunde lang gut lüften.

Kompaktlampe

Zu den LeuchtmittelnBei einer Kompaktlampe handelt es sich prinzipiell ebenfalls um eine Energiesparlampe, also eine mit Leuchtstoff arbeitende Röhre. Unterschied zur Energiesparlampe ist jedoch, dass eine Kompaktlampe einen Steckkontakt hat und keinen Schraubverschluss, und daß das Vorschaltgerät nicht im Schraubsockel sitzt, sondern extern verbaut ist. Zudem ist die Lichtausbeute mit etwa 70 Lumen pro Watt etwas höher. Die durchschnittliche Lebensdauer einer Kompaktlampe beträgt zehn Jahre. Auch diesen Typ gibt es in Versionen für warmweißes und für kälteres Licht. Es gibt verschiedene Steckkontakte, die nicht miteinander kompatibel sind.

Leuchtstoffröhre – Neonröhre

Zu den LeuchtmittelnEine Leuchtstoffröhre, oftmals auch als Neonröhre bezeichnet, gehört zu den energieeffizientesten Lichtquellen. Sie erreicht eine Lichtausbeute von bis zu über 100 Lumen pro Watt. Die Haltbarkeit ist mit zirka zwölf Jahren sehr lang. Leuchtstoffröhren gibt es ebenfalls für warmweißes und kühleres Licht. Insgesamt erscheint das Licht jedoch weicher als bei Energiesparlampen. Ihre Leuchtfläche ist aufgrund der Bauform größer und der Schattenwurf geringer.

Beim Start flackern sie leicht. Eine Spezialversion sind sogenannte Vollspektrum-Leuchtstoffröhren. Sie sollen das Tageslicht nachempfinden. Das soll einerseits helfen, die Stimmung aufzuhellen und ist andererseits vorteilhaft für Fotografen. (Siehe auch Kapitel „Tageslichtlampen“).

LED

Zu den LeuchtmittelnEine interessante Alternative sind LED-Leuchtmittel. Diese basieren auf elektrischen Halbleiterbauelementen (Leuchtdioden) und kommen inzwischen in vielen Bereichen zum Einsatz.

LEDs haben viele Vorteile und nur wenig Nachteile. Die Leuchtdioden erzeugen in der Regel ein brillantes Licht, das sich punktförmig bündeln lässt. Sie eignen sich somit besonders gut als Spots und somit als Ersatz für Halogenstrahler. Es gibt aber auch Modelle in Glühbirnenform, die sich zur diffuseren Beleuchtung eignen. Sie besitzen eine sehr hohe Energieeffizienz und sparen zwischen 80 und 90 Prozent Energie im Vergleich zu einer Glühbirne. Somit sind LEDs in der Regel dem Energielabel A zugeordnet.

Vorteile

Dieses Leuchtmittel vereint die Vorteile von Energiesparlampen mit den Vorteilen von Halogen: Sie machen brillantes Licht und arbeiten gleichzeitig sehr energieeffizient. Billige LEDs geben idR. ein recht fahles, bläuliches Licht ab. Es gibt aber auch LED- Lampen mit einer angenehmen Farbtemperatur, die wegen des erhöhten technischen Aufwands allerdings teurer sind.
Zudem kommen LEDs ohne gefährliches Quecksilber aus. Die zu erwartende Lebenserwartung von LEDs ist besonders hoch. Bei durchschnittlicher Anwendung von 750 bis 1.000 Stunden geben die Hersteller eine Haltbarkeit von 20 bis 30 Jahren an. Da die Technik relativ neu ist, fehlen allerdings noch verlässliche Untersuchungen, die dies bestätigen.

Sehr schön: LEDs starten sofort, ohne Wartezeit genauso wie Glühbirnen und Halogenlampen. Das gilt auch bei niedrigen Temperaturen, was für einen Einsatz als Außenbeleuchtung spricht. Darüber hinaus sind viele LEDs dimmbar. Dabei nimmt die Energieeffizienz nicht ab.

Nachteile

Nachteil jedoch: Viele dimmbare LEDs verändern dabei die Farbtemperatur nicht. Das geschieht demgegenüber bei einer Glühlampe. Dort wird die Lichtfarbe wärmer, sodass Sie das Licht als gemütlicher empfinden dürften als bei einer gedimmten LED. Ebenso wie bei Energiesparlampen nimmt auch bei der LED die Lichtleistung im Laufe der Zeit ab.

Ein weiterer Nachteil ist der hohe Preis. LEDs kosten ein Mehrfaches dessen, was Sie für eine Energiesparlampe bezahlen müssen. Ziehen Sie in die Kostenaufstellung jedoch die Ersparnis über die zu erwartende Laufzeit mit ein, wandelt sich der Nachteil in einen Vorteil. Denn LEDs helfen auf lange Sicht, hohe Stromkosten zu senken und damit bares Geld zu sparen.

Noch sind LEDs allerdings nicht in der Lage, sämtliche Glühbirnen zu ersetzen. Bisher reicht der Ersatz nur in die Region von 75-Watt-Glühbirnen. Stärkere Versionen sind bisher kaum zu bekommen.
Tipp: Möchten Sie Halogenspots gegen LED-Spots tauschen, sollten Sie auf den Abstrahlwinkel achten. Dieser ist bei vielen LEDs geringer. Denn diese bündeln das Licht mithilfe einer Linse und nicht wie Halogenlampen mit einem Reflektor. Damit erreichen sie nicht selten einen Winkel unter 30 Grad. Bei Halogenspots liegt dieser demgegenüber häufig bei 35 Grad oder höher. Durch den Einsatz der Linse im Vergleich zu Reflektoren ist zudem das Streulicht geringer. Die Folge: Bei geringem Abstrahlwinkel und wenig Streulicht sind die Lichtkegel kleiner, das Licht scheint intensiver auf einen Punkt und die dunklen Randbereiche um die angestrahlte Fläche herum sind deutlicher wahrnehmbar.
Außerdem ist beim Austausch auf die Mindestlast des Trafos zu achten. Besser ist in jedem Fall der Einsatz eines speziellen LED- Trafos.

Wärmeentwicklung

Es hält sich das Gerücht, LEDs würden nicht warm werden. Das ist nicht ganz richtig. Viele LEDs, besonders solche, die auf hohe Leuchtkraft optimiert sind, können sehr warm und sogar heiß werden. Somit besitzen Spots oft Kühlrippen, die die Wärme effizient ableiten. Aufgrund der Wärmeentwicklung sollten Sie die gleichen Brandschutzregeln beim Einbau von LED-Spots einhalten, wie sie auch für Halogenspots nötig sind.
Auch sind LEDs sehr hitzeempfindlich. Um ein frühzeitiges Ausfallen zu vermeiden, ist daher stets auf eine ausreichende Belüftung des Leuchtmittels zu achten, besonders beim Einsatz in Einbaustrahlern.

Praktisch: LED-Leuchtmittel sind in unterschiedlichen Farben erhältlich. Bei manchen können mittels einer Fernbedienung auch unterschiedliche Farben und sogar Farbspiele eingestellt werden. Einfarbige und mehrfarbige Versionen eignen sich somit beispielsweise fürs Kinderzimmer oder auch als Partybeleuchtung.

Leuchtkraft

Zu den LeuchtmittelnFür die Leuchtkraft einer Glühbirne war jahrelang dessen Stromverbrauch in Watt die entscheidende Angabe. Mit alternativen Leuchtmitteln funktioniert dieser Weg aber nicht mehr. Denn diese verbrauchen weniger Energie, bei gleicher oder ähnlicher Helligkeit. Somit gelten nun andere Werte.

Am häufigsten treffen Sie dabei auf Angaben in Lumen (Lichtstrom), manchmal aber auch auf Lux (Beleuchtungsstärke) oder Candela (Leuchtdichte). Eine Watt-Angabe findet sich häufig auch noch in der Beschreibung. Diese sagt aber nichts über die Helligkeit aus.

Lumen

Besonders verbreitet ist die Verwendung von Lumen als Ersatz von Watt. In Lumen wird die gesamte von einer Lichtquelle abgegebene Lichtleistung angegeben. Lumen verwendet man ebenfalls, wenn man die Effizienz und Lichtausbeute einer Lampe angeben möchte. Dann ist entscheidend, wie viel Lumen ein Leuchtmittel pro Watt (lm/w) Energieverbrauch erzeugt.

Lumen ist ein absoluter Wert, der nicht von Abstrahlwinkel und anderem abhängt. Zur Orientierung: Eine 60-Watt-Glühbirne erzeugt zirka 700 Lumen, was einer Lichtausbeute von 12 lm/W entspricht. Für eine vergleichbare Helligkeit wäre etwa eine 12-Watt-LED nötig. Diese erzeugt etwa 800 Lumen. Die Energieeffizienz erreicht hier 68 lm/W. Es sind aber auch effektivere LEDs erhältlich, die über 90 lm/W erreichen. Eine höhere Ausbeute hat nur eine Leuchtstoffröhre. Hier schaffen Topmodelle Werte von über 100 lm/W.

Candela

In Candela (cd) wird die Intensität der Lichtstrahlung in einer bestimmten Richtung gemessen. Einfluss auf die Lichtintensität hat hier die Breite des Abstrahlwinkels. Je enger der Winkel ist, desto höher ist die Lichtstärke und umgekehrt. Somit lässt sich leider kein direkter Vergleich zur Angabe in Lumen herstellen.

Lux

Der Wert Lux (lx) gibt die Beleuchtungsstärke eines auf eine bestimmte Fläche auftreffenden Lichtstroms an und variiert ebenfalls in Bezug auf den Abstrahlwinkel und die Leuchtkraft. Somit ist auch hier kein direkter Vergleich mit Lumen möglich. Zudem ist dieser Wert stark abhängig vom Abstand zwischen Messpunkt und Leuchtquelle. So schrumpft der Lux-Wert sehr stark bei wachsendem Abstand zur Lichtquelle. Beispiel: Liegt der gemessene Lux-Wert bei einem Meter Abstand zur Quelle bei 1.000, verringert er sich beim Abstand von zwei Metern bereits auf 250.

Tipp: Somit ist Lumen die verlässlichste Einheit auf der Suche nach einem Leuchtmittel. Dieser Wert ist nicht von Variablen wie einem Abstrahlwinkel abhängig, sondern konstant. Beachten Sie deshalb am besten diese Angabe.

Farbtemperatur

Zu den LeuchtmittelnNeben der Angabe zur Leuchtkraft ist bei modernen Leuchtmitteln ein weiterer Wert wichtig: die Farbtemperatur. Eine Glühbirne gibt immer ein warmweißes Licht ab, andere Leuchtmittel machen das nicht unbedingt. Sie gibt es in unterschiedlichen Versionen, die jeweils ein anderes Weiß wiedergeben. Oft ist dieses kälter und ungemütlicher. Wenn Sie ein Leuchtmittel möchten, das ähnliches Licht abgibt wie eine Glühbirne, sollten Sie auf die Farbtemperatur achten.

Die Farbtemperatur ist in Kelvin angegeben. Das Licht einer Glühlampe hat eine Farbtemperatur von 2.700 bis 2.800 Kelvin. Eine gedimmte Glühlampe, die besonders gemütliches Licht abgibt, liegt bei etwa 2.500 Kelvin. Leuchtmittel, die um 2.700 Kelvin erreichen, erkennen Sie häufig auch an Namenszusätzen wie „warmweiß“ oder „extra-warmweiß“. Tipp: Lampen mit Warmweiß-Etikett können aber auch eine Farbtemperatur von 3.000 bis 3.500 Kelvin haben. Dann wirkt das Licht schon spürbar kühler. Darum sollten Sie stets auch die technischen Angaben genau kontrollieren.

Je höher der Kelvin-Wert steigt, umso höher ist der Blauanteil im Licht und umso kälter wirkt es. Entsprechende Leuchtmittel erkennen Sie an Bezeichnungen wie „neutralweiß“ oder „tageslichtweiß“. Zum Vergleich: Sonnenlicht hat eine Farbtemperatur von zirka 5.800 Kelvin.

Farbwiedergabe

Neben der Farbtemperatur spielt auch der Farbwiedergabeindex (Ra) eine wichtige Rolle. Ihn finden Sie zuweilen auch unter dem Kürzel „CRI“ (Colour Rendering Index). Er gibt an, wie natürlich die vom jeweiligen Leuchtmittel angestrahlte Farbe erscheint. Je höher der Wert ist, desto natürlicher gibt das Licht Farben wieder. 100 ist optimal und entspricht gleichzeitig dem Wert einer Glühlampe. Halogenspots erreichen Werte bis knapp unter 100, können aber auch deutlich darunter liegen. LEDs pendeln in der Regel zwischen 80 und 95. Werte über 80 sind sehr gut und für den Haushaltsbedarf vollkommen ausreichend. Wenn es darauf ankommt, Farben sehr genau unterscheiden zu können, sollten Sie auf Werte über 90 achten.

Teilweise geben die Hersteller auch die sogenannte Lichtfarbe gefolgt von einer Nummer an. Diese setzt sich aus dem Farbwiedergabeindex und der Farbtemperatur zusammen. So steht die Lichtfarbe 865 beispielsweise für einen Farbwiedergabeindex von 80 und einer Farbtemperatur von 6.500 Kelvin. Sie kennzeichnet eine tageslichtweiße Lampe. Eine warmweiße Lampe trägt das Kürzel 827 und eine neutralweiße die Ziffer 840.

Lampensockel

Zu den LeuchtmittelnNicht jedes Leuchtmittel passt in jede Fassung, das war schon immer so. Doch mit der großen Zahl an Alternativen ist auch die Anzahl an unterschiedlichen Fassungen, respektive Sockeln gestiegen. Da Sie nicht jedes Leuchtmittel in jeder Fassung betreiben können, geben wir Ihnen hier einen kurzen Überblick über die gängigsten Versionen.

Eine Standard-Glühbirnenfassung mit Schraubgewinde trägt das Kürzel E27. Das kleinere Pendant zum Einschrauben von Kerzenbirnen, kleinen Spots und anderen heißt E14. Die Zahl gibt jeweils den Durchmesser des Gewindes in Millimeter an.

Hinter GU10 verbirgt sich ein Bajonett-Sockel, den Sie häufig in Spots (Halogen, LED, Energiesparlampe) finden. Das Leuchtmittel hat zwei relativ dicke Steckkontakte, die am Ende nochmals verstärkt sind. Sie arretieren durch Einstecken und eine leichte Drehung.

GU5.3 bezeichnet eine zweipolige Steckverbindung für Halogen- und LED-Spots mit Reflektorschale. GU6.35 steht für eine zweipolige Steckverbindung mit Drahtstiften für Halogenlampen ohne Reflektorschale. Sie arbeiten in der Regel nur im 12-Volt-Betrieb. LED-Ersatz ist für diesen Typ schwer zu finden. GU4 ähnelt diesem Kontakt, verwendet jedoch kleinere Lampen. Zudem ist der Abstand zwischen den Drahtstiften geringer.

Im 230-Volt-Betrieb arbeitet demgegenüber der G9-Sockel. Dieser nutzt zwei Drahtschlaufen für den Kontakt und kommt ebenfalls in Halogenspots zum Einsatz.

Hochvolt-Halogenlampen, die beispielsweise in einem Deckenfluter oder auch in Gartenscheinwerfern und Arbeitslampen stecken, verwenden den Sockel R7s. Diesen gibt es in unterschiedlichen Versionen, je nach Größe des Leuchtmittels. Dieses hat jedoch stets die Form eines Stabs und Kontakte an beiden Enden.

Eine klassische Leuchtstoffröhre (Neonröhre) verwendet an beiden Enden den Sockel G13. Von diesem gibt es eine verkleinerte Form für kleine Leuchtstoffröhren in gleicher Bauweise. Er trägt die Bezeichnung G5.

Tipps

Zu den LeuchtmittelnEnergiesparlampen und LEDs erzeugen ein geringfügig höheres elektromagnetisches Feld als Glühbirnen. Die Strahlung liegt jedoch deutlich unter den Richtlinien des Bundes und auch weit unter denen von Handys. Sie gelten daher als unbedenklich. Tipp: Wer überempfindlich auf elektromagnetische Strahlung reagiert, sollte mindestens 80 cm Abstand von einer Energiesparlampe oder LED halten.

Energiesparlampen, Neonröhren und LEDs benötigen kaum mehr Strom beim Einschalten als herkömmliche Glühbirnen. Der minimale Mehrverbrauch ist schon nach kurzer Zeit durch den deutlich geringeren Verbrauch wieder eingespart. Somit sollten Sie die Leuchtmittel nicht länger brennen lassen als eine Glühbirne, sondern nur solange eingeschaltet lassen, wie Sie das Licht benötigen. Allerdings reduziert häufiges Aus- und Einschalten bei Energiesparlampen und Leuchtstofflampen die Lebenserwartung deutlich (s.o.).

Hohes Sparpotential

Sämtliche alternativen Leuchtmittel sind teurer als herkömmliche Glühbirnen. Dafür sind sie aber auch energieeffizienter und sparen Ihnen auf Dauer viel Geld. In der Nutzungszeit benötigen Sie spürbar weniger Strom. Die Ersparnis liegt deutlich über dem Anschaffungspreis, selbst bei vermeintlich sehr teuren Produkten. Bei Letzteren liegt nur der Zeitpunkt, zu dem Sie die Anschaffungskosten wieder eingespart haben, etwas weiter in der Zukunft.

Ist das Lampenlicht heller oder kälter als gedacht? Dann können Sie dieses Problem mit einem Lampenschirm entschärfen. Dieser schluckt einen Teil des Lichts und sorgt zugleich für eine gemütlichere Stimmung. V. a. als Deckenleuchten sind moderne Stoffleuchten wieder sehr in Mode gekommen.

Bewegungsmelder

Weiteres Geld können Sie sparen, wenn Sie auch sparsame Leuchtmittel nur dann anschalten, wenn Sie Licht benötigen. Praktisch können etwa Bewegungsmelder sein, die draußen oder auch in der Wohnung Licht anschalten, wenn sich jemand nähert. Das kann zudem sehr willkommen sein, wenn sie schmutzige Hände haben oder schwere Dinge tragen.

Über den Stromverbrauch von Licht nachzudenken, macht in jedem Fall Sinn. Denn obwohl Lampen deutlich weniger Energie verbrauchen als etwa ein Herd, ist der Stromverbrauch für Beleuchtung in einem Durchschnittshaushalt etwa so groß wie für Kochen und Backen zusammen. Das liegt einfach daran, daß ein Herd weniger oft benutzt wird als die Beleuchtung.

Im 4-Personen- Hasushalt liegt der Gesamtstromverbrauch für Licht bei ca. 40,- bis 50,- €/Jahr. Wesentlich höher liegt der Energieverbrauch bei Geräten mit Stand-by- Funktion. So schlägt ein PC mit Drucker mit ca. 80-120,- €/Jahr zu Buche, ein Fernseher mit Festplattenrekorder kommt auf Kosten von ca. 120,-€/Jahr.

Tageslichtlampen

Zu den LeuchtmittelnEine Besonderheit unter den Leuchtmitteln und Lampen sind so genannte Tageslichtlampen. Sie arbeiten mit hoher Farbtemperatur, in der Regel zwischen 5.500 und 6.500 Kelvin. Sie sollen das Sonnenlicht nachbilden und besonders im Winter dazu dienen, den Gemütszustand aufzuhellen und eine Winterdepression zu vermeiden oder zu bekämpfen. Teilweise kommen Tageslichtlampen auch zur Vorbeugung eines Jetlag zum Einsatz.

Neben der genannten Farbtemperatur spielt die Leuchtkraft solcher Lampen eine entscheidende Rolle. Um wirksam zu sein, müssen diese mindestens 2.500 Lux abgeben. Nicht selten sind Tageslichtlampen, die bis zu 10.000 Lux erreichen. Die Helligkeit normaler Raumbeleuchtung schwankt durchschnittlich zwischen 300 und 500 Lux.

Gegen den Winterblues

Wenige hundert Lux sind im Winter zu wenig, um die Stimmung aufzuhellen. Auch draußen ist das Licht knapper und liegt an einem trüben Wintertag oft nicht über 2.000 Lux. Zum Vergleich: Das Tageslicht an einem sonnigen Sommertag hat zur Mittagszeit etwa eine Leuchtstärke von 100.000 Lux.

Tageslichtlampen sind auch bei Fotografen sehr beliebt. Grund: Sie lassen die Farben natürlich erscheinen und erhöhen damit die Bildqualität deutlich. Zudem haben Tageslichtlampen in der Fotografie den Vorteil, die zusätzliche Beleuchtung nicht erkennen zu lassen.

Fazit

Zu den LeuchtmittelnEs mag auf den ersten Blick lästig erscheinen, sich aufgrund des Glühbirnenverbots nach Alternativen umsehen zu müssen. Besonders mühselig mögen Sie vielleicht auch das Erlernen neuer Werte wie etwa Lumen und Farbtemperatur empfinden.Doch dürften diese Unterscheidungskriterien schon nach kurzer Beschäftigung mit dem Thema Beleuchtung in Fleisch und Blut übergegangen sein.

Sehr schön ist auch, dass es für viele bekannte Lampensockel passende sparsame Alternativen gibt. Selbst moderne LED-Leuchtmittel können Sie in die gängigsten Fassungen einsetzen und sofort mit dem Sparen beginnen. Eine neue Leuchte ist in der Regel nicht nötig.